Es wird dem Leser aufgefallen sein, dass ein kleines Wort oft vorkommt: das "Ich". Die Aufgabe, die mir gestellt wurde, hieß: Wie hast Du es erlebt, mitgedacht? Es lebt in der Tat keiner mehr außer dem Bauherrn Pater Rufinus und eben mir. Wieder und wieder haben wir überlegt. So manche Ungereimtheiten wurden begradigt, und auch die Erfahrung eines langen Lebens im Wallfahrtsgeschehen durften wir einbringen.

Auch die sonstigen Mitbrüder in der Zeit des Überlegens und des Bauens sollen nicht vergessen sein. Wir waren eine gute Gemeinschaft. Ja, es soll einmal mit aller Deutlichkeit gesagt sein: "Jeder von uns hat mit seinen Gedanken und Gebeten mit dazu beigetragen, dass es nach Jahrzehnten endlich zum Neubau kommen konnte. Vor allem war die Pfarrgeistlichkeit eifrig dabei. Konnte sie doch von nun an in ihrer Pfarrkirche ungehindert ihren Aufgaben nachgehen."

Das alles drängt zu tiefer Dankbarkeit und zu einer ehrlichen Freude, solches zu unserer Lebenszeit erlebt haben zu dürfen.

Es war eine Gnade. Doch: Bescheidenheit tut Not! Aber auch Freude darf aufklingen und Dank zu Gott und seiner Jungfrau Maria, in deren Heiligtum wir leben und schaffen dürfen.

Hardenberg-Neviges
im September 1987

 


 

Quellenverzeichnis zur Wallfahrtskirche "Maria, Königin des Friedens"

1. "Das Münster" München 1964, 5/6
2. "Das Münster" München 1967, 5
3. Kath. Digest, Aschaffenburg 1968, 10
4. Baustahlgewerbe Düsseldorf 1968
5. Sonderdruck aus "Beton" Beton Verlag Düsseldorf
6. Zeitschrift für Betontechnik "pT" 24.12.1970, Utrecht NL
(frei ins Deutsche übersetzt: Br. Alex)
7. Gerhard Haun "Die Wallfahrt nach Neviges", Wuppertal 1981
8. "Rhenania Franciscana", versch. Jahrgänge
9. Wallfahrtschronik, Kloster Neviges
10. Priv. Tagebücher, Br. Alex 1956-71