Das "Hardenberger Gnadenbild"

Das "Hardenberger Gnadenbild" ist ein Kupferstich (gravierte Metallfläche) in der Größe 9,5 cm x 6,2 cm, herausgelöst aus dem Gebetbuch „Palmgärtlein“, erschienen 1661 in Köln.

Er zeigt die Abbildung Marias als Immaculata, als unbefleckt empfangene Jungfrau nach einer Darstellung aus der „Geheimen Offenbarung“ (12.1): „Ein großes Zeichen erschien am Himmel, eine Frau, von der Sonne bekleidet, den Mond zu ihren Füßen und auf ihrem Haupte einen Kranz von 12 Sternen.“ - Maria steht auf der Mondsichel und hat der teuflischen Schlange den Kopf zertreten, der schlaff mit herausgestreckter Zunge nach unten hängt.

Das Haar der Gottesmutter ist wie eine Krone um ihren Kopf geflochten und fällt dann – als Zeichen der Jungfräulichkeit – gelöst und offen über die Schultern herab. Am unteren Bildrand zwei Engel, die mit Dornen umwundene Lilien und Rosenzweige – als Zeichen der Reinheit und Liebe – in den Händen halten. Über der Abbildung steht ein Vers aus dem Hohenlied Salomons: „Du bist gantz schön Meine Freundin / an dir kein flecken  Cant. 4.8“.